Experimentieren mit Strom im Kraftwerk Arnstein
17.9., 1.10. und 8.10.2016

Gemeinsam mit dem Verein MenschenRechteReligion und mit großzügiger Unterstützung durch die Damen des Kiwanis-Club Köflach-Styria West organisierten wir drei sehr interessante Vormittag (17.9., 1. und 8. 10.) für Kinder im Kraftwerk Arnstein, das auch unter dem Zeichen der Integration stand. DI Dr. Rudolf Schwarz vom Energieforum Lippizzanerheimat und seine Frau Franziska betreuten die Kinder überaus liebevoll und kompetent. Für jeden Samstag hatten sie andere Themen vorbereitet, noch dazu altersspezifisch differenziert! Nur wenn man so einen Workshop erlebt hat, kann man einigermaßen ermessen, wie viel Vorbereitungsarbeit sie jedes mal investierten. Ihnen gebührt ein ganz besonders herzlicher Dank!

Strom verbindet wirklich alle Länder, wird überall gleich verwendet und war daher das ideale Thema.

Die Kinder wurden zu den Experimenten in Kleingruppen eingeteilt. Immer zwei und zwei. Hemmungen wurden schnell abgebaut. Die Kinder waren alle sehr hilfsbereit und überaus aufmerksam und interessiert. Sie verglichen ihre Versuchsergebnisse, freuten sich daran und es gab keinerlei Konkurrenz. Besonders lustig war es für die Kinder auch noch, als sie auf das gemeinsame „DANKE-Plakat“ auf arabisch, farsi und deutsch schreiben durften!

Manche Kinder (Österreicher und Asylwerber) kannten einander durch ein Ferienprogramm in der villahafner und freuten sich sehr, dass sie einander wiedergesehen haben. Andere Kinder kannten einander von der VS in Voitsberg. Es war gut für die Kinder auch außerhalb der Schule gemeinsame Erlebnisse zu haben. Beim 3. Mal haben sich auch die Kinder schon sehr freudig gegenseitig begrüßt. Es war bereits eine gewisse Vertrautheit unter den Kindern festzustellen. Die Kinder haben auch die Mitarbeiter freudig begrüßt und sich mit den Erwachsenen sehr lieb unterhalten und viel erzählt – vor allem auch schon in einem sehr guten Deutsch – alle Achtung!

Wir sind der Meinung, dass diese Veranstaltungen sehr dazu beigetragen haben, dass die Kinder Berührungsängste auch abgebaut haben. Und zwar auf beiden Seiten! Die Kinder waren überaus begeistert; ja man könnte fast sagen, sie standen förmlich unter Strom und bei jeder Veranstaltung wollten noch einige mehr dazukommen. Pro Termin hatten  so je 16 Kinder teilgenommen. Der 8. Oktober war dann auch ein trauriger Tag, als sie erfuhren, dass es der letzte Workshop sei.

Das Programm sah folgendermaßen aus:

  • Eine Führung durch das Kraftwerk, seine Geschichte, Elektrostatik (durch Reibung entsteht elektrische Ladung), richtiges Verhalten bei Gewitter, Elektromotor, Dynamo und Generator.
  • Hochspannung durch Elektrostatik, Magnetismus und Versuche mit Magneten, jedes Kind durfte einen Magnet und Arbeitsmaterial mit heim nehmen.
  • Wie kommt der Strom in die Glühlampe, Leiter, Nichtleiter, Stromkreis bauen, Leitfähigkeit prüfen. Energiesparen ist angesagt! Über einen Hohlkegel wärmt die Glühlampe den Finger, die LED Lampe kann es nicht.
  • Lichtlabor und Spektral-„Zauberbrille“ (wieder zum Mitnehmen!)
  • Das Super Erlebnis war für die Kinder aber: Sie konnten mit Fahrrädern selbst Strom erzeugen: Haarföhn, Glühbirnen, Modell-Züge, Radio, Ventilator, Drehlicht wurden durch die Körperkräfte der Kinder aktiviert.

Diese Station war der beliebte Abschluss jeden Vormittags und die Kinder wollten die Räume gar nicht verlassen!

Nochmals ein herzliches Dankeschön an das Ehepaar Schwarz und die Kiwanis Damen, die dank ihrer finanziellen Unterstützung erst den Bustransfer zum Kraftwerk ermöglichten.